Archiv für August 2013

Vor knapp 10 Jahren geht Doro mit ihrem Klassikprojekt an den Start – August 2013

Montag, 19. August 2013

Tach auch...

Fast 10 Jahre ist es schon wieder her, dass die deutsche Hard Rock Königin DORO ihr Klassikexperiment auf den Musikmarkt wirft. Doro gehört seit den 90er des letzten Jahrtausend zu den Exportschlagern deutscher Rockmusik. Aber schon Jahre zuvor konnte sie mit Warlock ihre Erfolgsgeschichte beginnen. CLASSIC DIAMONDS nennt sie ihr damaliges Aufeinandertreffen mit einem Orchester, dass den Namen Classic Night Orchestra aufgedrückt bekommt. Ein zweites Orchester durfte sich an ?She?s like Thunder? und ?I?m in Love with you? versuchen. Es trägt den Namen Midnight Orchestra. Hier gibt es im Web einige Querverweise zu einem namensgleichen Orchester. Ob dieses bei der Doro Produktion dabei gewesen sein sollte, ist nicht in Erfahrung zu bringen.

Classic Diamonds

Dafür gibt es ein wenig mehr über das Classic Night Orchestra. Es setzt sich aus jungen Musikern zusammen, die für dieses Projekt zusammengestellt und Doro auf einer Tournee begleiten durften. Damit ist Doro einer von vielen Künstlern, die sich nicht einem Orchester verschreiben, sondern für ihr Projekt gezielt neue Musiker suchen und diese zusammenstellen. Dass dieses nicht zum Nachteil der Produktion sein muss ist zumindest auf dem Album zuhören. Hier kommt aber auch gleich noch ein Vorteil zum tragen, wenn man sich solchen Projekten erst ein oder zwei Jahre später zuwendet! So kann man sich die Einschätzungen der Käufer in den unterschiedlichen Portalen zu Gemüte führen und bekommt wichtige Hinweise, die einem eine Entscheidung für den Kauf einer DVD oder des Album erleichtern. Da auf der DVD mehrere Konzerte zusammen geschnitten wurden, habe ich mich damals nur für den Kauf des Album entschieden.

Die Entscheidung war dabei genau richtig! Das Album gibt einen fulminanten Eindruck des damaligen Projekts wieder. Es bindet Klassiker von Warlock bis in die Solophase der Metal Queen mit einigen wenigen neuen Tracks. Was hier hörbar beeindrucken kann, ist das Bindeglied zu den klassischen Musikern. Das ist richtig gut gelungen! Das Orchester ist auf dem Album wundervoll in Szene gesetzt und führt mit einer unsichtbaren Hand durchs gesamte Album. Es stellt ein wenig den roten Faden eines Konzepts dar. Hier kann das Team um Doro sich ihre Lorbeeren an die Metal Weste hängen. Nach meinem Geschmack ist das Spiel zwischen Rockband und Orchester mehr als gelungen. Es kommt meinen Vorstellungen eines solchen Gigantentreffen sehr nah, was Classic Diamonds zu einem sehr oft gespielten Album in meinen vier Wänden macht.

Eines stellt die Metal Queen für mich sogar eindrucksvoll unter Beweis: Es muss nicht hinderlich sein, wenn man seinen harten Rocknummen ein akustisches Antlitz verpasst und den freiwerdenden Raum dem Orchester überlässt. Hier wertet es die Songs für mich sogar hörbar auf, ohne dass es nun in die Liga des Schmuse – Pop abrutscht. Der Charakter der Songs bleibt auch im sanften Sinfonie Gewässer erhalten. Da ist den Arrangeuren der Songs ein richtig guter Wurf gelungen, bei dem sie das nötige Quäntchen gefunden haben, was das Projekt auf die Erfolgsspur hievt. Natürlich dürfen bei Doro die typischen Baladen nicht fehlen! Mit ?Für immer?, ?Love let Rain on me? ?I?m in Love with you” ?Undying” ?Love me in Black” und ?Tausend Mal gelebt? sind knapp die Hälfte der Songs auf dem Album in der Bucht der Sehnsucht wieder zu finden. Das ist in Ordnung so und gibt dem Album einen gewissen Anspruch. Ich finde dieses sogar clever, denn bei solchen Songs kann sich ein Orchester besser platzieren und darstellen. Bis heute hat es dafür den berühmten Zacken aus der Krone der Metal Queen nicht ausgebrochen. Ganz im Gegenteil! Eher konnte Doro ihre Krone des Metal mit diesem Projekt damals noch veredeln…

Tschau...